Liebe Geschwister, liebe Freunde
„Aller Augen warten auf dich…“ – Als Bild habe ich sofort ein kleines Vogelnest vor Augen. Die frisch geschlüpften Vögelchen sitzen eng beieinander, piepsen, recken ihre Schnäbelchen der Mutter entgegen, wenn sie mit dem Futter kommt und jedem etwas in seinen weit aufgerissenen Schnabel stopft. Diese kleinen Vögelchen piepsen und recken sich nach der Mutter, als hätten sie Angst, nichts abzubekommen. Und doch wartet jedes Vögelchen, bis es an der Reihe ist.
„Du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.“ – Wir sorgen uns sehr oft, weil wir in unserem Alltag finanzielle, emotionale oder zeitliche Engpässe erleben. Doch dieser Vers erinnert uns daran: Gott sieht, was wir brauchen, und er versorgt zur rechten Zeit. Nicht immer sofort, nicht immer so, wie wir es erwarten – aber passend. Wie Eltern, die wissen, wann ihr Kind Nahrung braucht, kennt Gott unser Maß. Diese Zusage schenkt Ruhe: Ich darf vertrauen, auch wenn ich noch nichts sehe. Vielleicht kommt die „Speise“ als Ermutigung durch einen Freund/Freundin, als Lösung für ein Problem oder einfach in Form von neuer Kraft. In all den alltäglichen Herausforderungen des Lebens, darf ich darauf vertrauen: Gott vergisst niemanden. Er ist da zur rechten Zeit.
In liebevoller Verbundenheit
eure Veronika