Andacht September 2024

Gott spricht durch Jeremia (im Kapitel 23 Vers 23): „Bin ich nur ein Gott, der nahe ist und nicht auch ein Gott, der ferne ist?“

Liebe Geschwister, liebe Freunde

Damals zur Zeit des Propheten Jeremia gab es viele falsche Propheten, die sagten, was das Volk hören wollte. Das bestätigte und förderte den Ungehorsam gegen Gott, den Herrn. Jeremia, der im Auftrag Gottes warnte und Sünde beim Namen nannte, wurde abgelehnt und verfolgt.

Und heute? Ich freue mich über Gottes Nähe, seine Liebe, seinen Zuspruch, die wir immer wieder erfahren dürfen. Aber die Sünden unserer Zeit sind da und haben einen großen Einfluss in der Welt und auch wir Christen fallen oft auf sie rein. Manchmal sind es schlechte Angewohnheiten, die die Gemeinschaft miteinander zerstören. Manche Gedanken gehen seltsame Wege und wollen uns von Gott wegführen; die vielen „Fake News“ im Internet, die viel Gutes zerstören und die Wahrheit Gottes in Frage stellen.

Fragen wir uns ehrlich – hassen wir die Sünde, in welcher Gestalt auch immer, oder lieben wir die Sünde? Sie verspricht so viel Verlockendes, Bequemes, Interessantes. Aber dort ist Gott nicht nahe, sondern entzieht sich unseren Erwartungen und Ansprüchen. Abgesehen von der Sünde erleben viele Menschen den fernen Gott im Leid, dem eigenen und der Not anderer, die uns sprachlos macht. Da beten viele für Heilung einer jungen Mutter mit kleinen Kindern und sie stirbt doch. Oder wir erleben eine Gebetserhörung, aber in ähnlicher Situation bleibt es schlimm. Wir merken, wir dürfen und sollen erwartungsvoll, anhaltend, vertrauend beten. Aber wir müssen es Gott überlassen, wie ER antwortet und handelt. ER ist eben Gott, der Herr. ER ist unverfügbar, nie ganz greifbar, immer anders, manchmal nur schwer verstehbar. Wir können nicht über Ihn verfügen. Und dennoch ist Gott die Liebe, auch und gerade, wenn er uns warnt. Vertrauen dürfen wir seiner Barmherzigkeit und seiner Geduld, auch in unserer heutigen Zeit.

eure Ursula Hornickel