Im Bann des Vorurteils



Albert Einstein soll einmal gesagt haben: „Man könne eher einen Atomkern spalten als ein menschliches Vorurteil.“ Wahrscheinlich hat er Recht, denn es ist schwer, ein Vorurteil aufzuknacken.


Vorurteile sind so alt wie die Menschheitsgeschichte. Vorurteile sind wie Mauern, die uns von unseren Mitmenschen trennen.

In meiner Arbeit mit den Ausländern erlebe ich oft, dass Menschen Vorurteile haben. Schnell werden die Ausländer in eine Schublade gesteckt. Wenn ich dann frage: „Hast du dich mal mit ihm unterhalten?“ oder „Was hat dir der Mensch getan?“, dann bekomme ich oft keine Antwort oder höre irgendwelche Ausreden. Mein Argument ist dann immer: Lernt denjenigen doch kennen und urteilt dann. Ich weiß, dass das nicht immer einfach ist.

Viel bequemer ist es, Menschen in Schubladen einzusortieren, denn dann muss ich keine Mühe aufwenden, den Nächsten näher kennen und verstehen zu lernen. Wer Vorurteile hegt, rechnet auch nicht damit, dass Menschen sich verändern oder wir uns irren könnten.

Jesus hätte allen Grund gehabt, seinen Mitmenschen mit Vorurteilen zu begegnen, denn er wusste, was in ihrem Herzen vor sich ging. Aber Jesus begegnete ihnen mit Liebe. Auch ich möchte den Menschen mit den Augen der Liebe Jesu sehen und ihm in Liebe begegnen.

Wer seinem Nächsten in der Gesinnung Jesu und in Offenheit begegnet, dem wird es gelingen, neue Beziehungen zu knüpfen und alte Beziehungen neu zu beleben. Diese Beziehungen bereichern unser Leben.

Es ist so wohltuend, wenn uns Menschen mit offenen Armen und einem offenen Herzen vorurteilsfrei begegnen!

„Wer aber bist du, dass du den Nächsten verurteilst?“ Jakobus 4,12

in liebevoller Verbundenheit eure Veronika