„Mach, was wirklich zählt“

Als ich diesen Spruch zum ersten Mal auf einer Werbewand sah, dachte ich zunächst, es handelt sich um christliche Plakatwerbung. Leider lag ich mit meiner Vermutung weit daneben. Den Slogan „Mach, was wirklich zählt“ benutzte die Bundeswehr im Jahr 2015 für eine breit angelegte Werbekampagne zur Rekrutierung junger Menschen.

Ich finde es nach wie vor ziemlich irritierend, dass eine Armee mit so einem Spruch Werbung betreibt. Und es widerspricht meiner Überzeugung als Christ, dass es wirklich etwas zählen soll, als Soldat direkt oder indirekt Menschen zu töten.

Allerdings finde ich den Spruch sehr passend, wenn es darum geht Menschen dazu aufzufordern, ihr Leben Jesus zu übergeben. Denn das ist das Einzige, was im Leben eines Menschen vor Gott wirklich zählt und Bestand hat.

In der Apostelgeschichte wird uns ein Mann vorgestellt, dem Jesus erst persönlich in einem Licht begegnen musste, bevor er begriff, was wirklich zählt. Saulus war ein glühender Verfolger der frühchristlichen Gemeinde. Er war selbst anwesend, als Stephanus seine Predigt vor den Schriftgelehrten hielt und ihnen Punkt für Punkt darlegte, dass Jesus der Messias ist, auf den die Juden warteten. Saulus war ebenso anwesend, als Stephanus dafür zu Tode gesteinigt wurde. Und in Apostelgeschichte 8,1 wird sogar berichtet, dass er „Wohlgefallen“ an Stephanus' Tod fand. Saulus verfolgte die Gemeinde mit aller Kraft und wir können davon ausgehen, dass sein Tun für ihn und für Gott besonders zählte. Später lesen wir davon, dass er so wütend auf die Jünger des Herrn war, dass er sie nicht nur in Jerusalem weiter verfolgen wollte, sondern sich vom Hohepriester Reisepapiere nach Damaskus ausstellen ließ, um auch dort die Christen verfolgen und töten zu können. Auf diesem Weg erschien ihm Jesus in einem Licht und lässt ihn für eine Zeit erblinden. Während dieser Begegnung und während seiner Blindheit muss Saulus klar geworden sein, was „wirklich zählt“. Denn sobald er von Ananias die Hände aufgelegt bekam und es ihm „wie Schuppen von den Augen fiel“ (Apostelgeschichte 9,18), stand er auf und ließ sich taufen. Er hatte durch die Kraft des Heiligen Geistes begriffen, was im Leben wirklich zählt.

Nicht jedem Menschen begegnet Jesus so eindrucksvoll wie Saulus in einem Licht und doch geht er jedem nach und spricht ihn persönlich durch andere Menschen oder durch besondere Begebenheiten an und gibt ihm im Leben die Chance, sich ihm zuzuwenden und sich von ihm seine Sünden vergeben zu lassen. Die Entscheidung für ein Leben mit oder ohne Jesus muss allerdings jeder Mensch für sich persönlich treffen. Darum ist es gut, unseren Mitmenschen zu sagen, was zu tun ist.

„Mach, was wirklich zählt.“: Bekenne deine Schuld vor Gott und übergib dein Leben Jesus Christus!

euer Torsten