„Endlich wieder Sonne! Endlich wieder richtig hell! Darauf habe ich den ganzen Winter gewartet.“ Das mag in diesen Mai-Tagen so mancher denken. Aber ich will hier nicht übers Wetter schreiben. Ich habe in den Psalmen eine andere Sonne gefunden: „Gott, der HERR, ist Sonne und Schild. … denen, die in Lauterkeit wandeln.“ (aus Psalm 84, 11)
Der Psalmschreiber vergleicht Gott mit der Sonne:
nicht mit einem fernen Stern, der so weit weg ist, dass er kaum zu sehen ist. Nein, Gott ist so nahe bei uns, dass wir seine Nähe wie die Wärme der Sonne spüren können.
nicht mit dem Mond, der nur das Sonnenlicht reflektiert. Nein, von Gott geht alles aus.
nicht mit einer Lampe. Nein, die ist nur eine Funzel gegenüber der Sonne. Aber bei Gott ist die Fülle.
Wenn Gott wie die Sonne ist,
dann gibt es bei Gott keine Dunkelheit. Alles macht er hell. Alles bringt er ans Licht. In seiner Nähe können wir sicher und geborgen sein.
dann gibt es bei Gott keine Kälte. Bei Gott ist es weder ungemütlich noch starr, sondern er schenkt bleibende Lebensfreude.
Deshalb,
will ich glauben, dass Gott mir die Sonne ist.
will ich in Gottes Licht leben.
will ich auch die dunkelsten Ecken meines Lebens von ihm ausleuchten lassen.
will ich mich in seinem Strahlen wärmen.
will ich mehr und mehr von der Größe und Schönheit Gottes sehen und verstehen.
will ich – wie der Mond – Gottes Licht weiter strahlen zu den Menschen, wenn es dunkel ist.
Michael Howitz